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Newsletter Januar 2025

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Liebe Freund:innen und Förder:innen von Solidarität Mnero,

wir freuen uns, Ihnen einen neuen Newsletter aus Mnero präsentieren zu können. Sie haben durch Ihre Spenden dazu beigetragen, die Qualität und Zugänglichkeit der Pflege für tausende von Menschen zu verbessern, die auf das Mnero-Krankenhaus angewiesen sind. Dank Ihrer Unterstützung waren wir in der Lage, die Patienten und ihre Familien besser zu versorgen. Gemeinsam können wir in einem Gebiet, in dem eine gute medizinische Versorgung noch keine Selbstverständlichkeit ist, wirklich etwas bewirken. Dankbar sind wir für Ihr Engagement und wünschen Ihnen ein gesundes Jahr 2025!  Mit diesem Update berichten wir über die aktuellen Entwicklungen. 


75 Jahre Krankenhaus Mnero ein besonderer Meilenstein 
Am 12. Oktober feierte das Krankenhaus in Mnero sein 75-jähriges Bestehen. Der Bischof, Mitglieder der Bezirksverwaltung und mehrere Delegierte aus der Region nahmen an diesem Festtag teil. Auf einen Gottesdienst folgten eine Besichtigung des Krankenhauses und eine große Abschlussfeier. Seitens SolMne waren Dr. Friedhelm und Monika Bernreiter und Dr. Stefan Kaiser nach Mnero gereist, um gemeinsam dieses Jubiläum zu feiern. Auch war dieser Jahrestag ein Moment der Reflexion über die Unterstützung, die das Krankenhaus im Laufe der Jahre erhalten hat. Die Unterstützung durch Solidarität Mnero e.V. in den vergangenen 30 Jahren zeigt heute eine prägende Wirkung auf das Krankenhaus. Das Fortbestehen des Krankenhauses und die Fortschritte, die in den letzten Jahren gemacht wurden, wären ohne Ihre kontinuierliche Unterstützung und das Engagement durch den Verein nicht denkbar gewesen. 
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Stromproblem gelöst: neue Wechselrichter installiert! 
In unserem letzten Newsletter haben wir Sie über den schweren Blitzschaden an der Solaranlage des Krankenhauses informiert. Dank zahlreicher Spenden konnten wir drei neue Wechselrichter installieren! Außerdem wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, wie z. B. ein großer Blitzableiter, um zuküntige Schäden zu verhindern. Damit wurde das Risiko von Stromausfällen während Operationen und anderen kritischen Momenten beseitigt. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die diese wichtige Reparatur möglich gemacht hat. 

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Klein, aber lebensrettend: Vier neue Herzmonitore 
Fötale Herzmonitore sind für eine sichere Geburt unerlässlich. Sie helfen bei der Erkennung von Anomalien und ermöglichen ein rechtzeitiges Eingreifen, z. B. durch einen Notkaiserschnitt. Dank der Spenden konnten wir vier neue Geräte anschaffen. Dies mag nur wie eine kleine Verbesserung erscheinen, aber sie rettet buchstäblich Leben.

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Strahlensichere Röntgentür,- der letzte Schliff 
Seit der Anschaffung unseres Röntgengeräts im vergangenen Jahr konnten wir bereits bei 700 Patienten besser diagnostizieren und gezielter behandeln. Es war jedoch noch ein weiterer wichti
ger Schritt erforderlich: der Einbau einer speziellen strahlensicheren Tür. Dies erwies sich als wahnsinnig teuer und technisch kompliziert, aber wir sind froh, dass das Projekt mit der geschickten Arbeit eines örtlichen Handwerkers dennoch erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Damit erfüllt der Raum alle behördlich geforderten strahlensicherheitstechnischen Anforderungen und kann nun sicher und optimal genutzt werden. 

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Personalwohnungen fertiggestellt,- ein strategischer Schritt nach vorn 
Der Mangel an Unterkünften für das medizinische Personal war und ist ein großer Engpass in Mnero. Das Bereitschaftspersonal muss oft lange Wege zurücklegen, um im Notfall das Krankenhaus zu erreichen. In einem Notfall kann diese Zeit entscheidend sein. Gleichzeitig mangelt es an geeigneten Unterkünften für junge Krankenschwestern. Beide Gruppen sind für das Funktionieren des Krankenhauses von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit der AFAS-Stiftung aus den Niederlanden wurde ein in den 50er Jahren errichtetes ehemaliges Schulgebäude renoviert und zu einer Personalunterkunft umgebaut. Die Arbeiten laufen seit sechs Monaten und sollen Ende Januar abgeschlossen sein. In dem Gebäude können drei Familien, Bereitschaftspersonal und in neun Einzimmerappartements junge Krankenschwestern/-pfleger untergebracht werden. Dies wird für die Kontinuität und 
Qualität unserer Gesundheitsdienste von großem Nutzen sein.

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Neue Scheren und chirurgisches Material 
Dank der Unterstützung der „Freunde von Mnero“ (Niederlande) konnten rostige Scheren und chirurgisches Material ersetzt werden. Aufgrund der hohen Mangankonzentrat und der Verunreinigungen im Wasser verrostet Operationsinstumentarium hier schnell. Die Verwendung solcher Instrumente erhöht das Risiko einer Infektion. Mit diesem Austausch und Ergänzung verbessern wir Hygiene und Sicherheit bei Operationen. Vielen Dank an alle Spender, die dies möglich gemacht haben!

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Unterstützung für Patienten:
Auch andere Spenden der „Freunde von Mnero“ haben in den letzten Monaten viel bewirkt. So konnte mehreren Patienten mit notwendigen Operationen und Antivenom (Immunserum) gegen Schlangenbisse geholfen werden. Ohne diese Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen. Im Namen dieser Patienten und ihrer Angehörigen: Herzlichen Dank! 


13. Monatsgehalt für das Personal: 
Fast alle Menschen in der Umgebung des Mnero-Krankenhauses leben unterhalb der weltweit geltenden Armutsgrenze von weniger als 1 Dollar Einkommen pro Tag. Auch viele der Krankenhausmitarbeiter haben nur ein geringes Gehalt. Mit der Unterstützung von SolMne wurden 33 unserer Mitarbeiter, welche weniger als 70 Euro im Monat verdienen, ein 13. Monatsgehalt gezahlt. Diese Würdigung der Arbeit unserer einfachen Mitarbeiter wie Wachleuten, Pflegehelfern, Reinigungspersonal oder Wäschern wurde im Rahmen der weihnachtlichen Personalversammlung am 21. Dezember mit Freude empfangen. 


AMAWAWA: 
Jahr 2024 wurden im Mnero-Krankenhaus so über 880 sichere Entbindungen ermöglicht. Außerdem wurden im Rahmen des AMAWAWA-Projekts in diesem Jahr über 5.000 Patiententage finanziert, 2.000 Ultraschalluntersuchungen und verschiedene Operationen durchgeführt. All diese Gesundheitsdienste waren für unsere Patienten völlig kostenlos, was für die meist mittellosen bäuerlichen Familien unserer Region ein Segen und in Tansania grundsätzlich ungewöhnlich ist.  


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Branko und Rebecca in Mnero, Ein Erfahrungsbericht 
Branko und Dr. Rebecca leben und arbeiten seit Februar in Mnero. Sie haben die Nachfolge von Flip und Dr. Marloes angetreten und blicken nun auf ihre ersten zehn Monate zurück: „Es waren die intensivsten Monate unseres Lebens. Im Vorfeld sagten wir uns: 'Eines wissen wir, nämlich, dass wir nicht wissen, was uns erwartet'. Und das hat sich als mehr als einmal als wahr herausgestellt!“ 


Ein neues Leben aufbauen: 
Wir ließen die vertrauten Niederlande hinter uns, um in Mnero ein neues Leben zu beginnen. Ein abgelegenes Krankenhaus, ein anderer Kontinent, eine zu tiefst afrikanische Kultur und ein neues soziales Umfeld - es war ein Sprung ins Ungewisse. „Jeden Tag lernen wir etwas dazu, nicht nur über unsere Aufgaben im Krankenhaus, sondern auch über die örtlichen Gepflogenheiten, die Kultur und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Es ist etwas Besonderes, in einer Gegend zu leben und zu arbeiten, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Das hat unser Leben sehr bereichert, aber es hat uns auch herausgefordert.“ 


Akzeptanz und Respekt: 
Bei einem Spaziergang entlang der Äcker rund ums Spital letzte Woche, mit bunt bekleideten Bauern in der Ferne, sprachen wir darüber, wie akzeptiert wir uns in Mnero fühlen. „Nicht nur von unseren Kollegen, sondern auch von den Dorfewohnern. Das war eines unserer größten Ziele, als uns hierher auf den Weg machten. Da die Menschen hier oftmals formell wenig gebildet sind und oftmals nur der Lokalsprache Kimwera mächtig ist, sich unser Suaheli noch in der Entwicklung befindet, haben wir gemerkt, wie wirkungsvoll ein Lächeln, ein Gruß oder eine Handbewegung hier sein kann. Solche Gesten gehen eben über Sprache und Kultur 
hinaus.“ 


Erfahrungen der besonderen Art: 
Das Leben in Mnero ist voll von Überraschungen und besonderen Momenten. Wir freuen uns, einige Anekdoten zu erzählen, die für unsere tägliche Arbeit und ihre Erfahrungen typisch sind: - Dr. Rebecca behandelte einen Bauern mit einer durch einen Pflug verursachten Wunde und fragte ihn nach seinem Alter. Seine Antwort: „Sijui, lakini tayari nimeanza kupata upara“ („Ich weiß es nicht, aber ich fange schon an, kahl zu werden“). Diese einfache und ehrliche Antwort sorgte für Gelächter im Saal. - Vor ihrem Urlaub verteilten unsere Volunteers auf der Entbindungsstation neue Dammschnittscheren. Eine große Verbesserung für die Arbeit der Hebammen. Bei ihrer Rückkehr sah Rebecca, wie eine Krankenschwester die Schere zum Schneiden von Hecken benutzte. Trotz der spielerischen Beschimpfungen konnte sie lachen: „Funktioniert die Schere denn gut?“ - Das 75-jährige Jubiläum des Krankenhauses im Oktober war ein besonderer Höhepunkt. Neben einem Festakt mit dem Bischof und einem festlichen Essen sorgte ein Fußballturnier für große Begeisterung. Als Branko die Frage „Kuh oder Ziege?“ gestellt wurde, bezog sich diese als die Wahl des Siegerteams für den Hauptpreis. Die Mitarbeiter entschieden sich einstimmig für einen Ochsen, der feierlich am Spieß gebraten wurde. 


Besuche aus den Niederlanden:   
Die Entfernung zwischen den Niederlanden und Mnero macht es manchmal schwierig, Freunden und Verwandten den Alltag hier zu erklären. Deshalb war der Besuch von Rebeccas Mutter etwas ganz Besonderes. Sie brachte nicht nur Geselligkeit mit, sondern machte sich auch gleich an die Arbeit als Krankenschwester: vom Auswechseln zerbrochener Scheren bis zur Unterstützung von Müttern mit Neugeborenen. Demnächst werden Freunde von Branko kommen, die zwar keine medizinische Erfahrung haben, aber sicher etwas beitragen werden. Aktuell sind unsere Besucher:innen dabei, in der Wäscherei beim Waschen der Laken zu helfen. 


Arbeit und Leben in Mnero:   
Die Arbeit in Mnero ist einzigartig und anspruchsvoll. Für Rebecca als Tropenärzten bedeutet sie eine Vielfalt von Aufgaben, die in den Niederlanden undenkbar wären. „Von einem Kaiserschnitt am Morgen über einen Behandlungsplan für ein unterernährtes Kind am Nachmittag bis zum Legen eines suprapubischen Katheters bei einem geriatrischen Patienten später am Tag. Kein Tag ist wie der andere.“ Branko erfüllt verschiedene Aufgaben, vom Projektleiter über den IKT-Spezialisten bis hin zum Verwalter. „Wir haben sogar einen eigenen Gemüsegarten angelegt, was in unserer Wohnung in den Niederlanden niemals möglich gewesen wäre. Ein lokaler Bauer hat es uns beigebracht, und unser erster Pfeffer für die Chai Pizza war ein kleines, aber besonderes Highlight.“ 


Zukunftspläne für 2025:  
Branko und Rebecca blicken ehrgeizig auf das Jahr 2025. „Wir träumen von mehr Out-Patient-Einsätzen, einer besseren und leichter erschwinglichen Versorgung in einem Krankenhaus, das sich weiter professionalisiert. Ein moderner Operationssaal steht ganz oben auf der Wunschliste, ebenso wie eine bessere gerätetechnische Ausstattung und erweiterte diagnostische Möglichkeiten. Was wir hier erfahren haben ist, wie unterschiedlich groß die medizinischen Möglichkeiten hier und in Europa sind. Wenn wir uns hier in einer unterprivilegierten Region dafür im Krankenhaus engagieren und dafür gelegentlich ein Lächeln ernten, ist das für uns zugleich Herausforderung und Motivation. Das vergangene Jahr hat uns viel gelehrt, und mit dieser Erfahrung hoffen wir, im Jahr 2025 noch mehr bewirken zu können.“  

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Dankeschön!  
Wir danken Ihnen für Ihre finanzielle Unterstützung! Wir hoffen, dass dieser Newsletter Ihnen einen Überblick über unsere aktuelle Arbeit gibt. Ihre Hilfe macht in Mnero wirklich einen Unterschied! 


Bitte unterstützen Sie uns weiterhin um diese wichtige Arbeit fortsetzen zu können!  
Es gibt noch immer sehr, sehr viel zu tun.  


Mit  Dank und vielen Grüßen! 
Solidarität Mnero e.V. - Der Vorstand  


www.mnero.de  
Spendenkonto: Volksbank Dortmund Nordwest, IBAN: DE25 4406 0122 4100 8367 00  
...denn es ist nie genug...  


1994 wurde der gemeinnützige Verein Solidarität Mnero e.V. (SolMne) mit dem Ziel gegründet, das Krankenhaus und die Menschen in und um Mnero, Tansania, zu unterstützen. Mit diesem Newsletter halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Dankeschön!
Wir danken Ihnen für Ihre finanzielle Unterstützung! Sie hat all die oben genannten Projekte ermöglicht. Wir hoffen, dass dieser Newsletter Ihnen einen guten Überblick über unsere Arbeit gegeben hat. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, damit wir diese wichtige Arbeit fortsetzen können! Es gibt noch immer sehr, sehr viel zu tun.

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