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Die Schulen

In Mnero gibt es neben der siebenjährigen Grundschule (400 Schüler) seit 1992 auch eine vierjährige Sekundarschule an der ca. 150 Jugendliche studieren. Dieser angeschlossen findet sich ein Internat, in dem ein Teil der Schüler aus entfernt liegenden Dörfern einfachst untergebracht sind. Im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung sind diese Dreizehn- bis Achtzehnjährigen nahezu vollständig auf sich alleine gestellt. Fließendes Wasser und elektrisches Licht sind nicht vorhanden.

Generell werden seit Präsidentschaftsantritt von Magufuli keine Schulgebühren mehr erhoben. Was zunächst sinnvoll erschien, stellt die Schulen vor große Herausforderungen, da zur Gegenfinanzierung der früher erhobenen Schulgebühren leider entsprechende staatlich-finanzielle Kompensationen fehlen. Dies hat den Zustand gerade der ländlichen Schulen zunehmend verschlechtert.

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Die Verbesserung des Bildungsstand steht auch im Interesse des Hospitals. Nur hieraus kann sich mittel- bis langfristig ein Kader von qualifiziertem lokalen Krankenhauspersonal entwickeln, welches im Hospital heimatnah arbeiten kann und somit nicht abwandern will.

Nachdem in den letzten Jahren jeweils Spendengelder zur Anschaffung von geeigneten und modernen Lehrmaterialien, der Renovierung heruntergekommener Klassenzimmer der Grundschule investiert wurden, stand zuletzt (seit 2014) der Neubau von Toiletten sowohl in der Grundschule, als auch in der Sekundarschule als Hauptprojekt im Vordergrund. Die Schultoiletten der Grundschule wurden 2017 nach langer „Bauphase“ (siehe Bericht 16/17) dann zu unserer Zufriedenheit abgeschlossen.

Damit waren die Weichen für einen erneuten Antrag für Projektmittel für die Grundschule gestellt. Seit Jahren bestand von Seiten der Lehrer der Wunsch nach einem ordentlichen Lehrerzimmer. Prinzipiell konnten wir bei einem Besuch 2017 den Wunsch nachvollziehen, da die Lehrkräfte tatsächliche in einem heruntergekommenen Kämmerlein zwischen abblätterndem Putz und abgetragenem Estrich die Unterrichtsstunden vorbereiten sollten.

Bei der Begehung fiel uns jedoch auf, dass ein ehemaliges Klassenzimmer - ein großer Raum ohne Löcher im Dach und mit intakten Fenstern - als Lager zweckentfremdet wurde. Somit kam von Seiten des Vorstandes von Solidarität Mnero e.V. der Vorschlag anstatt eines neuen, aufwendigen zu erstellenden Lehrerzimmers eine einfache Lagerhalle zu bauen, welche dann zur Aufbewahrung von Schul- & Kochmaterialien und vor allem Mais (für die Mittagsspeisung der Schüler) genutzt werden sollte. Das ehemalige Klassenzimmer soll in einem zweiten Schritt restauriert werden um dann als Lehrerzimmer und zur Aufbewahrung von Lehrmitteln (Heften, Bücher, etc.) zu dienen. Im Oktober 2018 wurden, nach mehreren Verhandlungen, die Arbeiten an ein lokales Unternehmen vergeben und das Bauvorhaben gestartet.

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